Satzung der Hospizbewegung St.Martin e.V.


Präambel:

Sterben gehört zum Leben wie Geborenwerden. Es ist ein Vorgang, der uns Menschen in all unseren Dimensionen betrifft: Körperlich, seelisch, spirituell, geistig und sozial.

In der letzten Phase des Lebens wollen Menschen die verbleibende Zeit möglichst schmerzfrei und in vertrauter Umgebung verbringen. Sie suchen Raum, Zeit und Gelegenheit, ihre letzten Dinge zu regeln. Vor allem wollen sie in diesem Lebensabschnitt nicht alleine sein.

Um diese letzten Wünsche im christlichen Auftrag besser erfassen zu können, gibt sich die Hospizbewegung St. Martin folgende Satzung:

§ 1: Name, Sitz, Geschäftsjahr

Der Verein führt den Namen "Hospizbewegung St. Martin e.V." Er ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Langenfeld eingetragen.

Der Verein hat seinen Sitz in Langenfeld.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2: Vereinszweck

Der Verein fördert, organisiert und koordiniert die Tätigkeit in der Hospizbewegung. Diese erfolgt in Zusammenarbeit mit den Einrichtungen der ambulanten Pflege, den niedergelassenen Ärzten und dem St. Martinus Krankenhaus.

Der Verein gibt Hilfestellung und bemüht sich:

Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zu gewinnen, zu schulen und zu begleiten, die Einsätze der Helferinnen und Helfer zu koordinieren und mit der Schaffung von Angeboten in Seminaren, Vortrags- u. Gesprächsrunden Vielen die persönliche Auseinandersetzung mit Sterben und Tod zu ermöglichen.

Die Tätigkeit geschieht zum Wohle der Allgemeinheit, ohne Rücksicht auf Staatsangehörigkeit, Konfession, Rasse, Geschlecht, wirtschaftliche Verhältnisse.

§ 3: Gemeinnützigkeit

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts "steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Mittel und Überschüsse des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Sie haben weder während der Zugehörigkeit zum Verein noch nach ihrem Ausscheiden Anspruch auf das Vereinsvermögen, auch nicht auf Rückzahlung von Beiträgen oder Spenden. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen, begünstigt werden.

§ 4: Erwerb der Mitgliedschaft

Mitglied des Vereins können natürliche und juristische Personen sowie Körperschaften werden, welche die Ziele des Vereins fördern wollen.

§ 5: Beendigung der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft endet mit freiwilligem Austritt oder Ausschluß des Mitglieds aus dem Verein.

Der freiwillige Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand. Er ist zum Schluß eines Kalendervierteljahres unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von einem Monat zulässig.

Ein Mitglied kann aus dem Verein ausgeschlossen werden:

Wenn es gegen die Interessen und Zielsetzungen des Vereins verstoßen hat, wenn es fällige Beiträge trotz zweimaliger Mahnung mit Fristsetzung nicht fristgemäß zahlt und bei Vorliegen eines sonstigen wichtigen Grundes.

Über den Ausschluß entscheidet der Vorstand auf Antrag eines oder mehrer Vereinsmitglieder endgültig. Vor der Beschlußfassung ist dem Mitglied unter Bekanntgabe der Gründe für die beantragte Ausschließung im Rahmen einer angemessenen Frist Gelegenheit zur schriftlichen Stellungnahme zu geben.

Der Beschluß über den Ausschluß ist unter Angabe der Gründe dem Mitglied schriftlich bekanntzugeben. Der Ausschluß wird sofort mit der Beschlußfassung wirksam. Eine Anfechtung des Beschlusses ist vorbehaltlich entgegenstehender zwingender rechtlicher Regelungen ausgeschlossen.

§ 6: Mitgliedsbeiträge

Der Verein finanziert seine Tätigkeit aus Mitgliedsbeiträgen, öffentlichen und privaten Zuwendungen sowie Spenden und Schenkungen.

Mitgliedsbeiträge werden nach eigenem Ermessen bezahlt. Der Mindestjahresbeitrag und die Fälligkeit werden von der Mitgliederversammlung festgelegt. Über Beitragsfreiheit entscheidet die Mitgliederversammlung.

§ 7: Organe des Vereins

Organe des Vereins sind der Vorstand und die Mitgliederversammlung.

§ 8: Mitgliederversammlung

Mindestens einmal im Jahr soll eine ordentliche Mitgliederversammlung stattfinden. Sie wird vom Vorstand unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Der Vorstand kann jederzeit eine außerordentliche Mitgliederversammlung innerhalb von 14 Tagen einberufen, oder wenn ein Drittel aller Mitglieder die Einberufung schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Begründung verlangt.

Der Vorstand ist berechtigt, Gäste zur Teilnahme an der Mitgliederversammlung einzuladen. Die Mitgliederversammlung ist u.a. für folgende Angelegenheiten zuständig:

Wahl des Vorstandes, bestehend aus: Vorsitzenden /r, stellvertretendem/r Vorsitzenden/r, Schatzmeister/in, Schriftführer/in Wahl von zwei Kassenprüfern/innen, Entgegennahme der jährlichen Vorstands- und Kassenprüfungsberichte, Entlastung des Vorstandes, Beschlußfassung über Satzungsänderungen und Auflösung des Vereins, Beschlußfassung über Höhe und Fälligkeit des Mindestbeitrages und Beitragsbefreiung, Beratung und Information über Aktivitäten zur Durchsetzung des Vereinszweckes.

§ 9: Beschlussfassung der Mitgliederversammlung

In der Mitgliederversammlung hat jedes Mitglied eine Stimme.

Die Mitgliederversammlung wird von dem/der Vorsitzenden oder dessen Stellvertreter/m geleitet.

Die Mitgliederversammlung ist beschlußfähig, wenn ordnungsgemäß eingeladen wurde. Die Art der Abstimmung bestimmt der/die Versammlungsleiter/in. Auf Antrag eines Mitgliedes ist die Abstimmung geheim durchzuführen.

Die Mitgliederversammlung faßt ihre Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit, soweit sie nicht Satzungsänderungen und Auflösung des Vereins betreffen (siehe § 13). Wird bei Wahlen keine Mehrheit im ersten Wahlgang erreicht, findet eine Stichwahl statt. Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden schriftlich niedergelegt. Das Protokoll ist vom/von der Versammlungsleiter/m und vom/von der Protokollführer/in zu unterzeichnen.

§ 10: Der Vorstand

Der Vorstand besteht aus 4 Mitgliedern: Dem/der Vorsitzenden, dem/der stellvertretenden Vorsitzenden, dem/der Schatzmeister/in und dem/der Schriftführer/in.

Der Vorstand entscheidet über alle Angelegenheiten, die nicht ausdrücklich der Zuständigkeit der Mitgliederversammlung vorbehalten sind. Seine Aufgaben umfassen insbesondere:

Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung, Einberufung und Durchführung der Mitgliederversammlung, Aufstellung eines Haushaltsplanes, Erstellung der Jahresrechnung, Abschluß und Kündigung von Arbeitsverträgen, Beschlußfassung über Aufnahme, Streichung und Ausschluß von Mitgliedern, Erarbeitung von Grundsätzen der Koordination/Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten und der Hospizarbeit, Erarbeitung von Grundsätzen der Begleitung ehrenamtlicher Helfer/innen, Erarbeiten von Grundsätzen der Öffentlichkeitsarbeit, Erarbeitung von Grundsätzen der Beitrags- und Spendenpolitik.

Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch die/den Vorsitzende/n oder deren/dessen Stellvertreter/in gemeinsam mit einem weiteren Vorstandsmitglied vertreten.

Die Amtsdauer der Vorstandsmitglieder beträgt vier Jahre und beginnt jeweils mit dem Beginn des auf den Wahltermin folgenden Geschäftsjahres. Wiederwahl ist zulässig.

Fällt ein Vorstandsmitglied während der Amtsperiode aus, so ist auf der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung eine Ersatzwahl für die Restlaufzeit der regulären Amtsperiode vorzunehmen.

Die Vorstandsmitglieder üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus. Nachgewiesene Auslagen können ersetzt werden.

§ 11: Beschlußfassung des Vorstandes

Der Vorstand faßt seine Beschlüsse in Vorstandssitzungen, die vom Vorsitzenden oder dessen Stellvertreter/in schriftlich einberufen werden. Eine Einberufungsfrist von einer Woche muß eingehalten werden. Die Tagesordnung ist bekanntzugeben.

Der Vorstand ist beschlußfähig, wenn alle Vorstandsmitglieder ordnungsgemäß eingeladen worden sind und mindestens drei seiner Mitglieder, darunter der/die Vorsitzende oder dessen Stellvertreter/in anwesend sind.

Seine Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefaßt. Stimmenthaltungen gelten als nicht abgegebene Stimmen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des/der amtierenden Vorsitzenden.

Die Beschlüsse des Vorstandes sind schriftlich niederzulegen und von dem/r Vorsitzenden oder dessen/deren Stellvertreter/m sowie einem weiteren Vorstandsmitglied zu unterzeichnen.

Ein Vorstandsbeschluß kann auch auf schriftlichem Wege gefaßt werden, wenn alle Vorstandsmitglieder ihr Einverständnis erklären.

Der Vorstand kann zu seinen nicht öffentlichen Sitzungen beratende Personen hinzuziehen, die kein Stimmrecht haben.

§ 12: Der Beirat

Der Beirat berät und unterstützt den Vorstand in seiner Arbeit. Die Mitglieder des Beirates werden vom Vorstand berufen. Im Beirat sollten vertreten sein: Je ein/e aktive/r Vertreter/in

der katholischen Kirchengemeinden des Dekanates Langenfeld/Monheim, der evangelischen Kirchengemeinde Langenfelds und der Ärzteschaft Langenfelds.

Die Dauer der Mitgliedschaft im Beirat entspricht der des Vorstandes. Bei vorzeitiger Aufgabe des Amtes wird ein neues Mitglied möglichst aus dem gleichen Wirkungskreis berufen.

§ 13: Satzungsänderung und Auflösung des Vereines

Über Satzungsänderungen und die Auflösung des Vereines kann nur die Mitgliederversammlung beschließen. Diesbezügliche Beschlüsse bedürfen einer Mehrheit von drei Viertel der anwesenden Mitglieder. Im Einladungsschreiben ist darauf ausdrücklich hinzuweisen.

Satzungsänderungen, die den Zweck des Vereines, die Verwendung seiner Mittel sowie den Vermögensfall bei Wegfall des Vereines betreffen dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamtes in Kraft treten.

Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereines oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das Vermögen des Vereins zu gleichen Teilen an die

Sozialstation der Diakonie, Trompeter Straße 38, 40764 Langenfeld - Sozialstation der Caritas, Alte Schulstraße 23, 40789 Monheim

Langenfeld, den 5. November 1998

Satzungsfassung nach Änderungsbeschluß der Mitgliederversammlung vom 5.11.1998

gez. Schwester Mediatrix Nies
1. Vorsitzende

gez. Lothar Portugall
Stellv. Vorsitzender